Reisen

Bolivien ist ein sehr vielfältiges Land. Es können 27 verschiedene ökologische Regionen mit unterschiedlicher Flora und Fauna unterschieden werden, in denen mehr als 35 ethnische Gruppen aus unterschiedlichen Sprachfamilien leben. Vom tiefsten Punkt (Rio Paraguay, 90m) geht es hinauf bis zum Sajama auf 6’542 m.ü.M. Gute Reisebedingungen herrschen zwischen April bis Oktober. In dieser Zeit fallen weniger Niederschläge und dadurch sind die Strassen besser befahrbar. Für Hochgebirgstouren sind die Monate Juli bis September ideal, wobei im Juli noch mit viel Trittschnee zu rechnen ist. Es kann in dieser Periode aber auch zu Schneefällen kommen. Die sozialen Konflikte nehmen in Bolivien zu. Das Jahr 2014 ist ein Wahljahr, was die Wahrscheinlichkeit für Strassenblockaden erhöht. Dies kann das Reiseprogramm ebenfalls durcheinander bringen. Eine Reise nach Bolivien ist neben den Begegnungen mit Menschen, Kulturen und Landschaften auch deshalb ein Abenteuer, weil die Dinge, die geschehen, so zu sehen sind wie sie sind. Die Reise wird deshalb auch eine Reise zu sich selbst und die Begegnungen mit anderen Menschen, anderen Kulturen berühren das eigene Herz.

Diese Reise könnte beispielsweise in Santa Cruz beginnen. Nach Santa Cruz fliegt sich leicht mit der staatlichen Fluggesellschaft (Bolivia Airlines: http://www.boa.bo) ab Madrid. Nach einer ersten Tuchfühlung mit dieser Stadt im Oriente Boliviens kann eine Tour zu den verschiedenen Jesuiten Missionen in der Chiquitania unternommen werden. Die Begegnung mit den Chiquitanos eröffnet eine völlig unerwartete Begegnung mit Menschen, die in Bolivien leben. Nach der Rückkehr nach Santa Cruz nehmen wir langsam den Weg ins Hochland unter die Räder. Unser erstes Ziel ist Samaipata, ein grosses Zeremoniezentrum der Inkas und wahrscheinlich auch von Kulturen der Vorinkazeit (www.benverhoeftours.com). Ein Ausflug von dort ins Refugio Volcánes gibt uns einen ersten Einblick in die pflanzliche Vielfalt Boliviens und deren Vogelwelt. Danach geht’s auf den Spuren von Che Guevara nach la Higuera (www.lacasadeltelegrafista.com) und weiter über Tarabuco nach Sucre, der Hauptstadt Boliviens. Auf 2’700 m.ü.M. kann man sich gut aufs Altiplano vorbereiten und einige Tage in der schönsten Stadt Boliviens verweilen. Im ausgezeichneten Museum ‚arte indígena‘ kann sich der Reisende in die Webkunst der Yamparas und Jalq’as vertiefen. Wer sich ein Mitbringsel erstehen möchte, kauft dies im Laden von Inca Pallay in Sucre, weil dieser Laden gewährleistet, dass 80% des Preises direkt an die Weberinnen und Weber gelangen. Nach drei bis vier Tagen in Sucre steigt der Reisende in die Eisenbahn nach Potosí, um zur höchstgelegenen Stadt der Welt zu gelangen. Das dauert zwar etwas länger ist aber um so reizvoller. Hier lernen wir, wie Ausbeutung funktioniert und hinterfragen ein bisschen den Mythos vom arbeitsamen Schweizer, der sich sein Geld redlich verdient. Von dort geht’s weiter nach Uyuni und weiter zum grössten Salzsee des Altiplano. Von dort können 3-4 tägige Reisen zu Vulkanen, Lagunen und natürlichen Thermalbädern unternommen werden (www.redplanetexpedition.com). Danach reisen wir mit dem Zug nach Oruro und von dort weiter mit dem Bus nach La Paz, dem Regierungssitz Boliviens. Von dort lässt sich die Sonneninsel und mythologische Geburtsstätte des Inkareiches besuchen, kann man ins Tiwanaku-Reich eintauchen (alte andine Hochkultur, 1580 v.Chr – 1200 n.Chr.), die bezaubernde Marktkultur in El Alto erkunden, zahlreiche 6’000-er erklimmen oder einen Ausflug in die Yungas (Coroico) oder noch tiefer nach Rurrenabaque (Nationalpark Madidi) unternehmen. Damit ist die Weltreise beendet – denn Bolivien ist nichts anderes als die Welt im Kleinen.

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