Agroforstwirtschaft

El que siembra árboles aún sabiendo que nunca va a llegar a sentarse en su sombra, ha empezado a entender un poco el sentido de la vida.
Rabindranath Tagore

Tarata – Aufbau eines Agroforstsystems im semi-ariden Klima auf 3000 m.ü.M.

Tarata ist eine Gemeinde die 42 km südlich von Cochabamba auf 2500 m.ü. M. liegt, eine Fläche von 334 km² aufweist und rund 9000 Einwohner hat. Der Hauptort (ca. 3300 Einwohner) ist eines der wichtigsten Touristenattraktionen des Departements Cochabamba, weil viele Häuser im kolonialen Baustil, eine grosse Kirche und ein Kloster zu besichtigen sind. Auf dem Land aber trifft man auf bittere Armut.

Doch der Besuch von Tarata durch die Equipe von ECO-SAF erfolgt nicht aus touristischen Gründen. Wir suchen ausserhalb des Dorfes motivierte Landwirte, die bereit sind, Bäume in ihr Anbausystem zu integrieren, um unabhängiger von der schlechten Wasserversorgung zu werden und gleichzeitig die eigene Nahrungsmittelversorgung zu verbessern. Die Voraussetzungen dazu sind günstig. Die GIZ hat zahlreiche Wasserspeicherbecken im Municipio gebaut, mit denen in der Trockenzeit (Mai – November) die Felder bewässert werden können. So können auch die Jungbäume mit Wasser versorgt werden. Später helfen sie mit, Wasser zu sparen und natürlich die Nahrungspalette der Bauern zu bereichern.

Leider sind jetzt im September praktisch keine Wasserbecken mehr mit Wasser gefüllt. Das Wasser versickert im Becken, weil die Tonschicht zu dünn aufgetragen wurde. Dazu kommt, dass die Regenzeit immer später beginnt, manchmal sogar erst im Januar. Die gesamte Jahresniederschlagsmenge beträgt nur ca. 450 mm. Der Boden ist steinhart. Wo noch bewässert werden kann wächst Luzerne, die ersten Kartoffeln spriessen aus den angehäufelten Reihen. Daneben findet man Zwiebeln, manchmal sogar Salat.

Wir besuchen die interessierten Landwirte, diskutieren mit ihnen ihre Bewirtschaftungsweise, nehmen ihre Bedürfnisse und Wünsche bezüglich der Bäume zur Kenntnis und machen uns ein Bild des Umfeldes. Die Landwirte sprechen nur gebrochen Spanisch, es fällt ihnen leichter sich in Quetschua ihrer Muttersprache auszudrücken. Am Ende des Tages wählen wir drei Landwirte aus, mit denen wir zusammenarbeiten wollen. Auf insgesamt vier Parzellen wollen wir ein Agroforstsystem in einem semi-ariden Gebiet aufbauen.

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